Originaltitel: Seven Years in Tibet
Hauptdarsteller: Brad Pitt, David Thewilis, B.D. Wong, Mako, Jetsun Pema, Jamyang Jamthso, Wangchuk
Produzent: Jean-Jacques Annaud, Ian Smith, John H. Williams
Drehbuch: Becky Johnston
Regie: Jean-Jacques Annaud
Land / Jahr: USA / 1997

Die Geschichte:

Herbst 1939: Heinrich Harrer steht kurz vor der Bezwingung eines der höchsten Gipfel der Erde, als plötzlich der zweite Weltkrieg ausbricht. Was als heroische Expedition geplant war, wird zur abenteuerlichen Flucht durch das Himalaya-Massiv, bis der junge Österreicher völlig erschöpft Tibet erreicht. Nach anfänglicher Ablehnung findet er dort Schutz beim elfjährigen Dalai-Lama und in ihm einen Freund, der sein Leben verändert. Während Harrer "Seine Herrlichkeit" unterrichtet und ihm die abendländische Kultur erklärt, wir der selbst zum Schüler seines Zögling und lernt, die Welt durch dessen Augen zu sehen.


Rezensionen:

TV Movie 23/1997: Ob Brad Pitt für die Rolle zu schön ist? Das muß jeder selbst entscheiden. Ob es ihm gelingt, die emotionale Läuterung eines Egozentrikers zu vermitteln? Bedingt. Aber Annaud fasziniert gekonnt mit einer Mischung aus kühl-distanziertem Bilderepos und intimen Momenten einer ungewöhnlichen Freundschaft und Selbstfindung.

film-dienst 23/1997: Ausuferndes exotisches Star-Epos, das die Wandlung Harrers vom arroganten Egoisten zum Menschenfreund beschreiben will, darüber aber die Chance zu historischer und spiritueller Vertiefung verpaßt. Eindrucksvolle Landschaftspanoramen sind das Beste, was der Film zu geben vermag.
TV-Today 23/1997: Das originelle Epos kommt ohne Oberlehrer-Gehabe und optische Protzerei daher: Große Bilder und kleine Gesten verschmelzen zu einem anrührenden, aufregenden Film.
TV Spielfilm 23/1997: Tolle Bilder, wahre Geschichte, echte Menschen: "Großes Kino" ohne Trick- und Actionorgien.
Cinema 11/1997: Eine wahre Geschichte, wahrhaft grandios verfilmt: Jean-Jacques Annauds Epos über Heinrich Harrers Freundschaft zum jungen Dalai Lama.

Das Buch:

Der oben gennante Film von Jean-Jacques Annaud basiert auf dem gleinamigen Buch von Heinrich Harrer, das dessen Reise in den Himalaya es erzählt. Das Buch wurde im jahre 1952 das erstemal verlegt und wurde sofort zu einem Bestseller, denn so spannend und fesselnd, aber trotzdem informativ und authentisch war bisher keine vergleichbare Erzählung. Doch gibt es auch gewisse Unterschiede zwischen Buch und Film. So wird in dem Film das Umfeld von Heinrich Harrers Gefährtem Peter Aufschnaiter näher beleuchtet und auch der Zwiespalt zwischen Harrer und Aufschnaiter vertieft. Doch fehlen dem Film viele Eindrücke über Tibet, die in dem Buch gegeben sind. Dadurch ergänzen sich Film und Buch sehr gut.