Die
tibetische Geschichte ist eine Geschichte von Unterdrückung durch
China und andere Staaten.
Vor dem 7. Jahrhundert ist die Geschichte Tibets eher legendär als
durch Aufzeichnungen belegt. Im 7. Jahrhundert wurde dann aus den
kleinen Stam-
mesfürstentümern ein zentrales Königreich. Im 8.
Jahrhundert gelang dem Buddhismus die Vorherrschaft über die
Bon-Religion.
Doch nach 900 zerfiel Tibet wieder in kleine Herrschafts-
gebiete.
Nun gelang der Buddhismus zu vollkommener Macht und ein neuer
"Kirchenadel" und der Feudaladel gingen ein Bündnis ein und
herrschten gemeinsam über das Land. Zu diesem Zeitpunkt lebte ein
Großteil der Bevölkerung in Leibeigenschaft.
Nun
schaltete sich China in das politische Geschehen Tibets ein und der
Begründer der Yuan-Dynastie, Kublai Chan, unterwarf China und
machte es zu einem Vasallenstaat Chinas. Er setzte 1276 führende
Geistliche des Sakyapa-Klosters als Herrscher über Tibet ein.
Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Gelugpa-Sekte gegründet, von
jetzt an regierte der Dalai Lama als politisches Oberhaupt und der
Panchen Lama als geistliches Oberhaupt Tibets.
Dies ließen sich die Chinesen ein paar Jahrhunderte gefallen, bis
sie im 18. Jahrhundert die absolute politische und militärische
Kontrolle Tibets übernahmen.
Im 19. Jahrhundert lockerte Tibet Chinas Griff und wurde somit
befreiter. Doch die Unabhängigkeit erhielt Tibet erst nach dem
Sturz der Qing-Dynastie 1911.
Leider hielt diese Unabhängigkeit nur 40 Jahre an, denn im Jahr
1950 fiel China in Tibet ein und im Jahr 1951 wurde Tibet zur
Okkupation mit China gezwungen. Danach wurde Tibet eine weitgehende
Autonomie versprochen, doch dem war nicht so und so kam es 1959 zu
Volksaufständen in Tibet, die allesamt blutig niedergeschlagen
wurden. Noch in diesem Jahr emigrierte der seine Heiligkeit der 14.
Dalai Lama nach Indien, von dem aus er seine Bemühungen für
die Unabhängigkeit Tibets bis zum heutigen Tag fortsetzt. Für
seine unermüdlichen Bemühungen für die
Unabhängigkeit Tibets erhielt er ... den Friedensnobelpreis.
Doch leider hatten die Bemühungen des Dalai Lamas und vieler
anderer nicht den erhofften Erfolg und so ist Tibet bis heute kein
souveräner Staat.
Zum Schluss noch ein paar Worte des Dalai Lama, mit denen er seine
Entscheidung er wünsche keinen Nachfolger begründet:
...Man soll eine
überholte Institution abschaffen, wenn sei keinen
Nutzen mehr hat.
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